Unsere Mitglieder sind der Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb suchen wir den regelmäßigen Austausch, beraten persönlich, haben für Probleme stets ein offenes Ohr und bieten individuelle Lösungen.

Genossenschaften sind nicht auf Profit ausgerichtet, sondern wollen ihren Mitgliedern beste Wohnbedingungen bieten. Dazu gehören auch Mieten, die nicht mit möglichst großem Gewinn kalkuliert sind, sondern immer angemessen und fair.

Als Mitglied einer Genossenschaft sind Sie nicht allein, sondern mit Ihren Geschäftsanteilen einer von vielen Gesellschaftern. Damit haben Sie u. a. die Möglichkeit der aktiven Mitbestimmung und lebenslanges Wohnrecht.

Eigenbedarf? Nicht bei uns. Jedes unserer Mitglieder genießt lebenslanges Wohnrecht in den eigenen vier Wänden. Und wer irgendwann doch mal umziehen will, hat bei uns gute Chancen, auch seine nächste Wohnung zu finden.

Ihr Besuch hat Besseres verdient als die Klappcouch. Für Freunde oder Verwandte können unsere Mitglieder modern eingerichtete und komplett ausgestattete Gästewohnungen zu günstigen Tarifen buchen.

Wir sind rund um die Uhr für Sie da. Ausgesperrt? Wasserrohrbruch? Stromausfall? Kein Problem: In größeren und kleineren Notfällen können Sie uns zu jeder Tages- und Nachtzeit telefonisch erreichen.

VNW: „Nach dem Ankommen das Bleiben organisieren“

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., VNW, und seine über 300 Mitgliedsunternehmen

unterstützen bei der Unterbringung der zahlreichen Flüchtlinge in Hamburg, Mecklenburg-

Vorpommern und Schleswig-Holstein. Aktuell stellen sie bereits hunderte Wohnungen in

Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern sogar fast 1000 Wohnungen, für geflüchtete

Menschen zur Verfügung. Teilweise sind die Verbandsunternehmen in Schleswig-Holstein auch an

der Errichtung von Gemeinschaftsunterkünften beteiligt. In Hamburg liegt die Leerstandsquote der

Verbandsunternehmen bei 0,8 Prozent. Daher ist dort die Bereitstellung von Wohnungen schwieriger.

Doch auch hier haben die VNW-Mitgliedsunternehmen bereits Flüchtlinge im Wohnungsbestand

untergebracht.

 

Die geordnete Aufnahme, schnelle Unterbringung und dauerhafte Betreuung der geflüchteten Menschen

ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aufgabe der Wohnungswirtschaft ist der Wohnungsbau.

Die notwendige Betreuung und Begleitung Asylsuchender liegt in kommunaler Zuständigkeit.

 

Bereits seit Jahren weist der VNW auf regional notwendigen Wohnungsneubau hin - nicht zuletzt in

Form bezahlbarer Mehrfamilienhäuser. Der Bedarf war schon da, als bundesweit weniger als

100.000 Asylanträge jährlich gestellt wurden und die Baufertigstellungszahlen über den heutigen

lagen. Die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau sind seither nicht besser geworden. Nun

hat der Bund zur Jahresmitte schon knapp 220.000 Asylanträge registriert- die meisten kommen

aber erst in der zweiten Jahreshälfte. Offiziell wird nun mit bis zu 800.000 Flüchtlingen bis Dezember

gerechnet.

 

In Anbetracht der schieren Zahl stehen wir vor der momentan vielleicht größten Herausforderung.

Menschen, die sich zu uns flüchten, müssen angemessen untergebracht, versorgt und betreut werden.

Ebenso werden wir weiterhin die Menschen, die bereits hier sind, mit Wohnraum versorgen.

 

VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner:

„Leistbar ist das, doch verhindern Regeln und zu viel Bürokratie dringend gebrauchte schnelle Lösungen.

Hier müssen wir ansetzen. Wann, wenn nicht jetzt? Nur dann kann die Wohnungswirtschaft

schnell und effektiv handeln. Wir fordern daher veränderte Rahmenbedingungen. Alle Vorschriften

des Natur-und Denkmalschutzes, des Vergaberechtes, Stellplatzvorgaben und Brandschutzes

sollten quasi unter Flüchtlingsvorbehalt und auf den Prüfstand gestellt werden. Wer

schnelle Ergebnisse will, muss der Flüchtlingsunterbringung die Vorfahrt einräumen.“

 

Der VNW bietet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen an, einen Runden

Tisch für „Einfaches Bauen“ ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit dem Baugewerbe, dem Bauindustrieverband,

der Architektenkammer, dem Innenministerium und der Investitionsbank Schleswig-

Holstein könnten zeitnah Lösungen gefunden werden, um jetzt bauen und morgen einziehen

zu können. Vorbild kann das „Kieler Modell“ sein.

 

Der VNW fordert in Sachen Wohnungsbau/Wohnungsbereitstellung:

 

• Wohnungsversorgung muss zur Chefsache werden (Bund, Ländern und Gemeinden)

• Energetische und bautechnische Vorgaben müssen flexibilisiert und begrenzt werden

• Entscheidungsprozesse und Genehmigungsverfahren sind lösungsorientiert zu vereinfachen

und zu beschleunigen

• Fördermittel sind bedarfsgerecht und planbar zur Verfügung zu stellen

• Spezielle Informationsoffensive von Politik und Verwaltung für alle Wohnungsanbieter (Hintergründe,

Fakten, Hilfsmöglichkeiten, Förderung usw.)

 

Vorsitzender VNW Landesverband Schleswig-Holstein e.V. Raimund Dankowski:

„In Zeiten, in denen sofort gehandelt werden muss, ist vor allem eins gefragt: Pragmatismus. Dies

gilt aktuell – und gerade – für den Wohnungsbau. Die Wohnungswirtschaft hat das Wissen, die

Erfahrung, die Kontakte. Wir können schnell bauen – wenn man uns lässt. Dafür benötigen wir auf

der Seite der Politik dringend veränderte Rahmenbedingungen und auf der Seite des Baugewerbes

Verbündete. Lassen Sie uns jetzt reden, damit wir schnell handeln können.“

 

Das Thema Integration ist für die Verbandsunternehmen kein neues Thema. Auch hier ist von Seiten

der Städte und Kommunen noch Potential vorhanden.

 

VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner:

„Integration gelingt nur, wenn soziale Betreuungsangebote bereitgestellt und Quartiere nicht überlastet

werden. Wohnen allein reicht nicht. Die Verbandsunternehmen sind langjährige Akteure vor

Ort. Sie wissen, wie sie funktionierende Quartiere schaffen können und sorgen bereits mit zahlreichen

Angeboten für gute Nachbarschaften. Doch in Sachen Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern

müssen die Städte und Kommunen aktiver werden. Das können die Wohnungswirtschaft

und das Ehrenamt nicht allein leisten.“

 

Daher fordert der VNW in Sachen Integration:

 

• Dauerhafte intensive Betreuung der Hilfesuchenden

• Implementierung von „Flüchtlings-Lotsen“ in den Quartieren

• frühzeitige Integrationshilfe (insbesondere Spracherwerb)

• Installierung eines „Flüchtlings-Koordinators“ analog dem „Wohnungsbau-Koordinator“

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