Unsere Mitglieder sind der Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb suchen wir den regelmäßigen Austausch, beraten persönlich, haben für Probleme stets ein offenes Ohr und bieten individuelle Lösungen.

Genossenschaften sind nicht auf Profit ausgerichtet, sondern wollen ihren Mitgliedern beste Wohnbedingungen bieten. Dazu gehören auch Mieten, die nicht mit möglichst großem Gewinn kalkuliert sind, sondern immer angemessen und fair.

Als Mitglied einer Genossenschaft sind Sie nicht allein, sondern mit Ihren Geschäftsanteilen einer von vielen Gesellschaftern. Damit haben Sie u. a. die Möglichkeit der aktiven Mitbestimmung und lebenslanges Wohnrecht.

Eigenbedarf? Nicht bei uns. Jedes unserer Mitglieder genießt lebenslanges Wohnrecht in den eigenen vier Wänden. Und wer irgendwann doch mal umziehen will, hat bei uns gute Chancen, auch seine nächste Wohnung zu finden.

Ihr Besuch hat Besseres verdient als die Klappcouch. Für Freunde oder Verwandte können unsere Mitglieder modern eingerichtete und komplett ausgestattete Gästewohnungen zu günstigen Tarifen buchen.

Wir sind rund um die Uhr für Sie da. Ausgesperrt? Wasserrohrbruch? Stromausfall? Kein Problem: In größeren und kleineren Notfällen können Sie uns zu jeder Tages- und Nachtzeit telefonisch erreichen.

Richtfest in der Akazienstraße

Am Freitag, den 20. November 2015, konnten wir rund 200 Gäste aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Handwerk zum Richtfest in der Akazienstraße begrüßen. Gemeinsam wurde die Fertigstellung des Rohbaus und die Leistung der Handwerker im bgm – Festzelt zünftig gefeiert. Unser besonderer Dank gilt dem Büdelsdorfer Bürgermeister Jürgen Hein und dem Architekten Dieter Hellwig, BSP Architekten BDA, für die lobenden Grußworte. 

 

Rede Vorstand Stefan Binder: Richtfest Akazienstraße 8 – 16, Büdelsdorf

Begrüßung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hein,

Sehr geehrter Herr Bürgervorsteher Eckert,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich auf den heutigen Tag gefreut habe!

Im Namen des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Baugenossenschaft Mittelholstein eG begrüße ich Sie ganz herzlich zum Richtfest unseres genossenschaftlichen Wohnprojektes hier in Büdelsdorf, in der Akazienstraße.

An meiner Seite steht Herr Bürgermeister Hein, der ein Grußwort mitgebracht hat. Und auch der Architekt Dieter Hellwig, von dem der Entwurf der neuen Gebäude stammt, wird ebenfalls gern ein paar Worte an Sie richten.

Ich freue mich sehr darauf, mit Ihnen allen gemeinsam heute das Richtfest feiern zu können; das Fest, mit dem wir traditionell den Handwerkern Dankeschön sagen.

Wenn alle am Bau beteiligten Kaufleute, Techniker, Handwerker mit den künftigen Bewohnern und den neuen Nachbarn zusammen das bisher Erreichte feiern, wenn Wegbereiter aus Politik und Verwaltung und auch unsere Kollegen befreundeter Wohnungsbaugenossenschaften bei uns zu Gast sind, dann muss es hier sein, hier auf der Baustelle, denn hier riecht es nach Arbeit, nach Erde, Steinen, Mörtel und Holz.

Hier lebt Tradition und hier entsteht etwas Neues – Eine ganz besondere Atmosphäre!

 

(Richtspruch)

 

Lieber Herr Rost,

vielen Dank für Ihren Richtspruch. Und auch gleich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz und Ihre Leistungen auf dieser Baustelle. Als Polier der Firma Heinrich Karstens leisten Sie aus meiner Sicht ganz hervorragende Arbeit und bringen diese – nicht ganz einfache – Baustelle entscheidend voran.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

hier in der Akazienstraße entsteht ein ganz besonderes genossenschaftliches Wohnprojekt! Eines, das von Menschen für Menschen gemacht ist – in dem ganz viel Herzblut steckt. – von Anfang an.

Und so möchte ich mich zuerst herzlich bei unseren Genossenschaftsmitgliedern bedanken, die diesen Neubau überhaupt erst möglich gemacht haben. Auf diesem Grundstück haben bis zum Jahresbeginn noch 2 Häuser mit 26 Wohnungen aus den 50er Jahren gestanden, die wir Anfang des Jahres abgerissen haben. Die ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner haben unser Vorhaben mit getragen und wir konnten Sie alle in einer neuen Genossenschaftswohnung unterbringen. Ich danke Ihnen sehr für Ihr Vertrauen. Die Arbeiterwohlfahrt hat uns bei dem Umzug der älteren Mitglieder großartig unterstützt. Vielen Dank Herr Weiß für Ihren persönlichen Einsatz.

Ein großes Dankeschön an die Stadt Büdelsdorf, sehr geehrter Herr Bürgermeister Hein, von Beginn an haben Sie das Projekt wohlwollend begleitet!

Es war nicht schwer Sie davon zu überzeugen, dass eine moderne Bauweise sehr gut hierher passt. So sind Sie, so ist die Verwaltung und so ist die Politik, so ist Büdelsdorf. Modern, zukunftsorientiert und verlässlich.

Sehr geehrte Frau Bahlmann, Sie haben als Stadtplanerin großen Anteil daran, dass die Aufstellung von Bebauungsplänen hier in der Stadt so reibungslos funktioniert, wenn das Konzept stimmt. Sie glauben gar nicht, wie häufig ich mir an unseren anderen Standorten ihre Kompetenz und zielorientierte Arbeitsweise herbeisehne…

Auf dieser Basis ist genossenschaftliches Arbeiten in Büdelsdorf eine große Freude! Bereits 1926 wurden die ersten bgm Häuser in Büdelsdorf errichtet. In den frühen 50er Jahren hat die bgm aufgrund der Wohnungsnot allein 270 Wohnungen für Heimatvertriebene und Flüchtlinge errichtet. Inzwischen sind es über 800 und wir werden uns auch in der Zukunft in Büdelsdorf selbstverständlich gerne wohnungswirtschaftlich engagieren. Für unsere Mitglieder, für die alteingesessenen Büdelsdorferinnen und Büdelsdorfer und auch für die Menschen, die zu uns kommen, auf der Suche nach einer neuen Heimat.

In unseren Wohnungen leben Familien, Singles und Paare jeden Alters in einer starken Gemeinschaft zusammen. Und unsere Generationsübergreifenden Wohnprojekte werden immer stärker nachgefragt.

Hier in der Akazienstraße entsteht ein zeitgemäßer Neubau mit 45 barrierearmen Wohnungen in 5 Gebäuden. Die neuen Gebäude sind um einen gemeinsamen Innenhof angeordnet und auch über diesen erschlossen. Die Außenanlagen werden mit besonderen Themenbereichen wie einem Wasserlauf mit Uferzonen und Kräutergärten gestaltet. Ein Nachbarschaftscafé mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten im Freien und ein Boulefeld stehen für Freizeitaktivitäten zur Verfügung.

Die bgm investiert insgesamt 7,0 Mio. Euro in das zukunftsorientierte Projekt. Die 2- und 3-Zimmer–Wohnungen sind 50 bis über 90 m² groß. „Mit sehr unterschiedlichen Grundrissen bieten wir ein breites Spektrum und sprechen eine große Zielgruppe an. Da ist für jeden etwas Tolles dabei“. Die BSP Architekten BDA, Kiel, Dieter Hellwig und Jan Schulz haben unsere Vorstellungen in moderner Bauweise und auch das Raumkonzept hervorragend umgesetzt. Lieber Dieter , lieber Jan – ganz herzlichen Dank auch an euer kompetentes Team.

Die 5 Wohngebäude werden in unterschiedlicher Geschossigkeit errichtet und sind durch Brücken miteinander verbunden. Das ermöglicht jedem Bewohner den Zugang zu den Aufzügen und damit die barrierefreie Erreichbarkeit aller Wohnungen. Gleichzeitig tragen auch die Brücken und breiten Laubengänge zur Kommunikation bei, denn darauf ist das gesamte Konzept ausgerichtet. Gemeinschaft und Unterstützung der Genossenschaftsmitglieder untereinander, ebenso aber selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter.

15 der 45 Wohnungen werden mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung des Landes Schleswig-Holstein gefördert. Das Förderdarlehen der Investitionsbank beträgt fast 1,5 Mio. Euro. Vielen Dank für die unbürokratische und reibungslose Abwicklung, sehr geehrte Frau Rebien-Mucha.

Die Nutzungsgebühr für die Wohnungen in der Regionalstufe 1, die einkommensschwächeren 1- und 2 – Personen - Haushalten zur Verfügung stehen, beträgt 4,85 EUR je m² Wohnfläche. Die frei Finanzierten werden für 7,80 EUR je qm Wohnfläche vermietet. Die Nebenkosten liegen aufgrund des hohen energetischen Standards deutlich unter den Kosten eines Altbaus.

Treppenhausreinigung und Winterdienst und die gesamte Pflege der Außenanlagen werden als Serviceleistung erbracht und über die Nebenkosten abgerechnet. Einen hohen Eigenkapitalanteil müssen die künftigen Bewohner nicht aufbringen. Lediglich 500,00 bis 1.500,00 Euro sind je nach Wohnungsgröße als Geschäftsguthaben einzuzahlen. Und darauf erhalten unsere Mitglieder eine Dividende von 4 Prozent jährlich. Ein deutlicher Unterschied zu Projektbeteiligungen an den meisten genossenschaftlichen Neugründungen. Wohnen bei der bgm bietet also eine echte Alternative zum eigenen Haus.

Und so sind alle 45 Wohnungen bereits vorgemerkt und viele der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner sind heute anwesend. Ich beglückwünsche Sie zu ihrer Entscheidung, hier in allerbester Lage der Stadt Büdelsdorf leben zu wollen. Ein Teil von Ihnen hat sich das langfristig überlegt und Ihr Eigenheim veräußert um künftig altersgerecht zu wohnen und den genossenschaftlichen Service Ihrer bgm in Anspruch zu nehmen. Die Genossenschaft kümmert sich um die gesamte Bewirtschaftung und Instandhaltung zu fairen Preisen!

Sie haben ein Dauernutzungsrecht; das bedeutet für Sie ein lebenslanges Wohnrecht. Kündigungen wegen Eigenbedarf sind ausgeschlossen. Das gibt ihnen eigentumsähnliche Sicherheit und stellt Sie besser, als in einem normalen Mietverhältnis.

Bei der Realisierung dieses Neubauprojektes stehen viele Kompetente und verlässliche Partner aus der Region an unserer Seite:

Die Sparkasse Mittelholstein finanziert das Mehrgenerationenprojekt im Verbund mit der Provinzial mit 3,2 Mio. Euro. Sehr geehrter Herr Jäger, vielen Dank! Seit vielen Jahren können wir bei der Realisierung nachhaltiger, zukunftsorientierter Projekte fest auf die Sparkasse Mittelholstein zählen.

Der ganz besondere Dank von Vorstand und Aufsichtsrat am Tag des Richtfestes gilt den am Bau beteiligten Firmen und ihren Mitarbeitern:

Die Firma Heinrich Karstens aus Kiel hat den Rohbau in beeindruckender Geschwindigkeit nun fast fertig gestellt. Sehr geehrter Herr Karstens, Sie können stolz sein, auf die Leistungen ihrer Truppe – und ich bin froh, dass wir zusammen gefunden haben. Vielen Dank.

Aber selbstverständlich gilt unser Dank auch allen anderen Baufirmen: Der Firma Günter Fuldt, Howe Holzbau, Eissing Dachtechnik, Moba Fenster und Türen, Tischlerei Repenning, Jens Bodenthien Elekrotechnik, Kutz und Knospe Sanitär und Heizungstechnik, Böhmker Metallbau, Schlosserei Ebsen, Heinrich Gebhardt und Sohn, MR Estrichbau, Teppich Hof Knutzen, Kone Aufzüge GmbH und den Stadtwerken Rendsburg.

Auch den Ingenieuren und Sonderfachleuten sagen wir heute Danke!

Dem Büro Neumann, den IBAG Sicherheitsingenieuren, dem Vermessungsbüro Overath und Sand, Ingenieurbüro Mohn, dem Ingenieurbüro Blunck für die Statik, und nicht zuletzt den Roggensack Ingenieuren für die Haustechnik.

 

Meine Damen und Herren,

Sie haben nun auch einen kleinen Eindruck, wie viele Akteure mit den unterschiedlichen Aufgaben am Bau beteiligt sind. Die wirklich nicht einfache Koordinierung auf der Baustelle hat unser Bauleiter Arne Oldenburg fest im Griff. Lieber Arne, vielen Dank für Deinen vorbildlichen Einsatz.

Wo gebaut wird, da ist es auch laut und staubig, das lässt sich leider nicht vermeiden. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den Nachbarn, Insbesondere bei der Heinrich Heine Schule, sehr geehrte Frau Cleve. Sie müssen eine ganze Menge aushalten. Aber vielleicht helfen wir einigen ihrer Schülerinnen und Schüler, die unsere Baustelle täglich im Blick haben ja auch bei der Berufswahl. Das Handwerk hat goldenen Boden und wir brauchen ganz dringend Nachwuchs.

Wenn alles auch weiterhin so gut läuft, dann können die neuen Wohnungen zum 1.12.2016 bezogen werden. Ich freue mich schon sehr auf die Fertigstellung, denn ich bin überzeugt, dass hier ein ganz besonderes Quartier entstehen wird. Bis dahin aber gibt es noch viel zu tun und ich hoffe, dass uns das Glück und die Besonnenheit erhalten bleiben und kein Mensch auf dieser Baustelle zu Schaden kommt.

Vielen Dank!

 

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